USA

Die USA ist nach wie vor das beliebteste Land für einen Auslandsaufenthalt während der Schulzeit. Das Land der Träume bekommt zwar immer wieder heftige Kratzer. Dennoch: Land wie Leute und Schulen sind immer einen Blick wert!

Während die meisten Schülerinnen und Schüler sich für ein öffentliches Schulprogramm entscheiden, habe ich mich entschlossen, vorerst nur mit Privatschulen zu arbeiten, da dies mir erlaubt, direkt mit meinen Schulpartnern zusammen zu arbeiten und ich nicht über eine große Organisation gehen muss.

Die meisten Privatschulen in den USA sind sehr akademisch orientiert, ohne allerdings auf das uns so bekannte Angebot im Freizeitbereich zu verzichten. In den Klassen 9 bis 12 werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen am College vorbereitet. Um den Schulabschluss zu erreichen, kann jede Schule ihre eigenen Kriterien ansetzen und die Belegung bestimmter Kurse verlangen, sie orientieren sich jedoch an den Zulassungskriterien der Universitäten und Colleges. In der Regel bieten alle Schulen die uns geläufigen Fächer an, gehen aber meist mehr themenbezogen an die Kursinhalte heran. Alle unsere Kernfächer sind vertreten, dazu gibt es oft ein breites Angebot im musisch-künstlerischen Bereich. In den oberen Jahrgangsstufen finden sich meist einige bis zahlreiche AP-Kurse (Advanced Placement), die sich an leistungsstarke Schülerinnen und Schüler richten.

Neben dem allgemeinen High School Diploma wird auch an einigen Schulen das Internationale Baccalaureate (IB) angeboten.

Der Unterricht beginnt in der Regel zwischen 8 und 9 Uhr und endet am Nachmittag. Die Schulen laufen meist nach dem Semestersystem mit 4 Kursen pro Semester. Einige Schulen haben ein Trimestersystem, wenige das lineare mit Kursen, die das ganze Schuljahr über laufen.

Großen Wert wird an den Schulen auf die persönliche Entwicklung und Entfaltung gelegt. Dazu tragen nicht nur der Sport bei, auch der musisch-künstlerische Bereich, die Naturwissenschaften und Technik, Handwerk und Naturerfahrung.

Die Schulen, mit denen ich arbeite, befinden sich in guter Umgebung an der Ostküste, im Mittleren Westen und entlang der Westküste. Es handelt sich um private Tages- und Internatsschulen. Manche Schulen bieten das Wohnen auf dem Campus an, manche bei einer Gastfamilie, wieder andere sowohl das eine wie das andere. Während der Ferien (vor allem an Weihnachten) sind die Schulen geschlossen, bei manchen Internaten ist eine Unterkunft bei einer Gastfamilie während dieser Zeit möglich.

In den kurzen Ferien im Herbst und Frühjahr bieten viele Schulen Trips innerhalb der USA oder ins Ausland an. Diese haben nicht nur Feriencharakter sondern sind mit Freiwilligenarbeit oder Schulprojekten verbunden. Die Teilnahme daran ist freiwillig und kostenpflichtig.

Kosten: diese sind, wie man schon vermuten würde, eher im oberen Bereich von Schulgebühren zu verorten. Allerding habe ich einige Partner, die auf individueller Basis finanzielle Unterstützung leisten können.